Wand und Loch!

Die Schule besteht aus Wänden mit Fenstern. Hier sehen die ›Augen‹ des Hauses noch nichts.

Ziegel und Holz!

Zehntausende von Ziegelsteinen und Tausende von Balken bilden den ›Körper‹ dieses Gebäudes.

Schritt für Schritt!

Der Bau hatte vorerst eine L-Form. Mit dem ›U-Bau‹ im Bildvordergrund entsteht eine E-Form.

Jahr für Jahr!

So sieht die Pestalozzi-Hauptschule heute aus. Das Äußere der Schule hat sich kaum verändert. Wie sieht eine Schule des 21. Jahrhundert, die unterschiedliche Lern- und Lehrmethoden zulässt und fördert, aus?

Wachsen und Schrumpfen

 

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Leoben mit seinen Eisen/Ziegel/Kohle-Industrien zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort. Schon ab 1868 verbindet eine Eisenbahn Bruck/Mur mit Leoben und St. Michael und bereits 1906 wies die Stadt elektrische Straßenbeleuchtung auf! Etwa 4.000 Menschen lebten um 1850 auf der Fläche des heutigen Stadtgebiets. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts waren es bereits 30.000(!). Der Höchststand wurde in den 1960er Jahren mit 36.000 Menschen erreicht. Seit der Stahlkrise der 1970er Jahre sinkt die Einwohnerzahl beständig und liegt nun bei circa 24.500. Zur Verdeutlichung: um 1900 lebten in Donawitz bereits 13.000 Menschen und genau hundert Jahre später nur mehr 4.000.

(Quellen: Statistik Austria / Huber-Reismann, Elfriede Maria: Die medizinische Versorgung der Stadt Leoben vom 13. bis zum 20. Jahrhundert, Dissertation an der Universität Graz 2009, Seite 11 bis 21)

 

Ein Kind der damaligen Zeit

 

Anfang des 20. Jahrhunderts konnte die Arbeiterbewegung Meilensteine wie den 8-Stunden-Tag im Kampf um ihre Rechte erringen. Mit dem daraufhin eingeführten Dreischichtbetrieb im Stahlwerk stieg die Anzahl der Arbeiter rasant an. Beispielsweise verdoppelte sich die Anzahl der Werkswohnungen von 700 auf 1.400 in nur zwölf Jahren (1912 bis 1924)! Das riesige Gebäude der ehemaligen ›Doppelbürgerschule‹ (›Doppel‹ steht für Mädchen und Knaben!) im Stadtteil Donawitz ist Ausdruck dieser dynamischen Entwicklung. Der Schulbau war zudem eingebettet in eine Zeit, die mit sozialdemokratischen und reformpädagogischen Ideen aufgeladen war (Schulreformer Otto Glöckel, Bewegung der Freiluftschulen; ›Rotes Wien‹).

(Quellen: Statistik Austria / Huber-Reismann, Elfriede Maria: Die medizinische Versorgung der Stadt Leoben vom 13. bis zum 20. Jahrhundert, Dissertation an der Universität Graz 2009, Seite 11 bis 21)

 

Ein Kind der heutigen Zeit

 

Die Zusammenlegung der Polytechnischen Schule Leoben, der Volksschule Donawitz und der Neuen Mittelschule Donawitz ist vor dem Hintergrund des Bevölkerungsrückgangs zu sehen. Hinzu kommen bildungspolitische Überlegungen, die sanfte, gleichsam ›hausinterne‹ Übergänge zwischen der Volksschule und der Neuen Mittelschule bzw. der Polytechnischen Schule Leoben ermöglichen wollen. Damit würde auch der Austausch zwischen Schultypen gefördert werden und die gemeinsame Nutzung von Räumen und Infrastruktur kann helfen Ressourcen zu sparen.

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